5/03/2007

3 months on earth

I began collaborating as a dancer and photographer with the performance company cabula 6 and inhabitants of macondo, a very particular place in vienna. the piece 3 months on earth is about travelling and the meeting of different worlds. more specifically, it is about stories behind a journey, pathways that each of us take to arrive to this very moment where we are right now.

tqw tanzquartier wien may 15 and 16, 2007 8.30 pm
ticket reservation 01/581359
http://www.tqw.at/Content.Node/en/index_en.php

photo (c) claudia heu

7 Comments:

Anonymous Anonymous said...

Bocca di lupo!

This is the phrase “Break a leg” in Italian and is the best wish that I can make you before the coming performance.

Please keep sending me emails for your work. You are always surprising me with your energy and your work!


I am sending you many many kisses...

Chara KAPSALA

3:25 PM  
Anonymous Anonymous said...

TOI TOI for the performance! hug from Dar Es Salaam

Vanessa Tamburi

3:33 PM  
Blogger valse said...

"Ognuno di noi vive su un'isola, un luogo in cui si arriva un giorno e si resta una vita intera. Forse anche noi siamo Macondo... forse tutti noi, prima o poi, abbiamo bisogno di spostarci per recuperare le nostre origini e riscoprire l'essenza di quelle cose che contano veramente..."

Ich freue mich, dabei gewesen zu sein. Lassen wir es weiter sein, lernen wir 'unsere Insel' mit vielen Menschen zu teilen... Es war ein toller Anfang, ich wuensche euch weiter viel Erfolg! ... und ich werde wieder nach Macondo fahren, nicoletta

12:42 AM  
Anonymous nicoletta p. said...

"Macondo era allora un villaggio di venti case di argilla e di canna selvatica.....il mondo era così recente che molte cose erano prive di nome, e per citarle bisognava indicarle col dito..."

There are moments in life in which our own world restart, and it is so young abd so childish, that we finally see the essence.
I'm really happy I was there to enjoy Macondo, and I'll come back there.Thank u, great project!

1:25 PM  
Anonymous Anonymous said...

Ich werde jetzt nicht einstimmen in den allgemeinen Lobgesang, sondern ihr sollt ja was haben davon, also gutgemeinte Kritik:

1) Das Stück war zu spät angesetzt. 20.30 im TQ, bis man von dort wegkommt ist es sicher 21h, bis man in Macondo ankommt, ist es so finster, dass man nichts mehr erkennen kann. Es sollte also bei Tag sein und der Aufenthalt dort sollte viel länger sein. Man könnte das ganze an einem Nachmittag ansetzen. Freitag, Samstag oder Sonntag. Das kann man den Leuten schon zumuten.

2) Ich glaube zwar fest daran, dass die meisten Menschen, zumindest die, die sich solche Werke ansehen, allgemein gebildet sind. Nur behaupte ich trotzdem und hoffe, dabei niemanden zu nahe zu treten, dass nicht alle wissen, was genau in Chile passiert ist. Nicht alle haben Cien anos de Soledad gelesen und nicht alle kennen sich mit dem österreichischen Fremdenrecht aus. Also: das ganze ist ein gewaltiger Themenkomplex, den man in den eineinhalb Stunden Dunkelheit nur streifen kann. Das ganze verdient aber mehr Tiefe. Ich weiß schon, dass man manche Dinge voraussetzen muss und dass die Gradwanderung zwischen allzu schulmeisterlicher Attitüde und zu viel Laissez-faire eine prekäre ist. Aber man sollte sich zumindest darüber Gedanken machen, was die Take Home Message in den Köpfen der Besucher sein „sollte“.
Was will man? Will man Betroffenheit auslösen? Würde ich nicht machen, das wollen auch die dort wohnenden Leute nicht. Die können nicht wollen, dass man dort durchspaziert und sich wie in einem Macondo-Theme-Park ihre Armut ansieht. Will man geschichtlich-politisch was rüber bringen? Dann könnte man vielleicht einen Film über Pinochet oder die Schikanen des österr. Fremdenrechts oder über die Lage momentaner Krisenherde in der Welt, über Diaspora und Minderheiten, etc. zeigen. Nicht ein vorgefertigtes und vorgekautes Ganzes darbieten, sondern Wege aufzeigen, wie die Besucher hin zu einem eigenen Bild kommen können. Einerseits wachrütteln, andererseits aber auch wieder ins Lot bringen, aber so, dass man daran gewachsen ist und nichts vergisst.

Beim Besuch stellte ich mir folgende Fragen:

1) Warum waren die anderen Bewohner von Macondo nicht involviert? Die Vietnamesen oder die Afrikaner aus dem anderen Block? Hat man versucht diese zu involvieren? War denen diese Art von Aktionismus auch recht oder wurde das von den alteingesessenen Chilenen entschieden? Die Internationalität beschränkte sich auf die Gruppe der Schauspieler.

2) Was passiert nun danach? Wer geht noch nach Macondo? War Macondo nur „Versuchsanstalt“ für das TQ, Aktionsort? Wie kultursensitiv ist das wirklich? Werden die Einwohner Macondos da nicht ein wenig missbraucht? Ich denke, jetzt kräht kein Hahn mehr nach ihnen, was schade ist. Bitte nicht falsch verstehen, es ist besser, dass überhaupt was stattfand als gar nichts. Aber dann kann man die Leute danach nicht hängen lassen. Es sollte gar nicht nur auf die Schauspieler beschränkt bleiben, den Kontakt mit den Bewohnern weiter zu pflegen. Das können auch die Besucher sein. Warum wurde nicht so etwas wie eine Plattform oder eine Initiative ins Leben gerufen, so was wie „helft Macondo“ oder so. Sei es über Spenden, über ausrangierte Geräte oder Möbel, über Jobbörsen, über Betreuungsaktivitäten. Zusammenarbeit mit Organisationen wie dem Roten Kreuz oder der Caritas wäre da gar nicht schlecht gewesen. Oder vielleicht hätte auch jeder Besucher etwas mitnehmen können. Ich hatte das Gefühl, dass ich dort nur nahm und nichts gab.

3) Warum bekam ich die Fotos von Laurent nicht zu sehen in diesem Garten? Was ging da schief? Uns wurde eigenartiger Weise vermittelt, dass wir nicht in diesen Garten gehen dürfen, ziemliches Missverständnis…..

4) Wo waren die Frauen und Kinder? Ich sah nur Männer. Das war nicht das ganze Macondo, nur der Teil, der sich gut artikulieren kann.

5) Meiner Wahrnehmung nach ging es bei dem Stück ja in erste Linie um „in Interaktion treten“. Dann müssten die Performer das aber auch vorleben. Sie sollten viel mehr auf das Publikum eingehen und sich öffnen, nicht so angespannt wirken. Ich weiß schon, sie sind bei der Arbeit, aber Arbeit soll nicht steif und unentspannt wirken. So kam das aber rüber. Nur so sind Latinos nicht, die waren viel lockerer und authentischer: Ich habe leider den Namen des Chilenen vergessen, der Gitarrespieler. Der hatte Tränen in den Augen. Ich weiß nicht, ob das all den Besuchern dort bewusst war, was sich da abspielte. Das war ein sehr großer Moment für Macondo und seine Einwohner. Was die durchgestanden haben in der Vergangenheit und das in unserer Mitte, am Rande von Wien. Und was die anderen Nationalitäten jetzt noch durchstehen!
Wir, die Besucher können das nicht 100%ig verstehen. Die Einwohner blieben an dem Abend wahrscheinlich genauso alleingelassen wie all die Jahre zuvor, war mein Gefühl. Das blieb ein wenig unterbelichtet und unkommentiert. Aber nicht unbeobachtet, von mir zumindest. Ich habe aber auch keine Lösung, wie man das bearbeiten kann. Viele Dinge kann man nicht lösen. Vielleicht kann man sich Strategien überlegen, wie man ein besseres Zusammenleben und eine bessere Welt schaffen kann. Meiner Meinung nach geht das nur im Kleinen, im Zwischenmenschlichen.

Julia

5:11 PM  
Anonymous Anonymous said...

hi laurent,
hier nun in kurzer form meine eindrücke: die begeisterung, die du während deiner beteiligung am projekt ausgestrahlt hast, hat sich bei meiner teilnahme nicht eingestellt. ich habe diesen abend als sehr strange in erinnerung. ich glaube, dass was ihr durch eure oftmalige anwesenheit erreicht habt, war sicher spannend, interessant und bewegend. so etwas muss man sich aber erarbeiten. das braucht zeit. wenn man in einem bus für ein paar stunden an diesen sicherlich spannenden ort gebracht wird, kann das von euch erlebte einfach nicht rüberkommen. ich habe mich ein bissl wie ein tourist gefühlt. das ganze ist mir ein bissl wie ein soziologie projekt vorgekommen. zu soziologie projekten passen zuschauer nur sehr bedingt. ich habe versucht mich in die lage der macondo bewohner zu versetzen. wenn ich dort wohnen würde, möchte ich es nicht wollen, dass leute "aus der stadt" mit bussen kommen und mir beim leben zusehen. dass jemand (du und deine kollegen) öfter kommen und sich interessieren, würde ich gut finden. dass jemand eintritt zahlen muss und mal schnell vorbauschaut würde ich weniger gut finden. dh ich sehe das ganze auf 2 ebenen: auf der ebene der am projekt beteiligten (du und deine kollegInnen) hat es sicher funktioniert. auf meiner ebene (zuschauer) hat es - zumindest für mich - nicht funktioniert, weil man in 2 stunden nur an der oberfläche des von euch erarbeiteten kratzen kann.

helmut

6:06 PM  
Anonymous Nicoletta Stea said...

"Nach meinem Besuch in Macondo hatte ich 1.000 Fragen in meinem Kopf zu beantworten, die sich mit der Zeit von allein geklärt haben…

Die Fahrt nach Macondo hat mir eine Welt eröffnet, die ich nur aus den Zeitungsartikeln und Büchern kannte. Macondo ist eine Welt, die man nur spüren kann wenn man sie erlebt, ein Kosmos, den man verstehen kann, wenn man keine Erwartungen hat…
In Macondo habe ich mich wie zu Hause gefühlt; dort habe ich mit vielen Menschen gesprochen, welche mir ihre ‚andere’ Geschichte erzählt haben, ihre ‚andere’ Kultur gezeigt haben. In Macondo war ich kurz in einer Wohnung: Frauen habe mir die Tür aufgemacht, sie haben mich mit ihrem Lächeln ‚umarmt’ … und Kinder spielten überall!
In Macondo haben nur die Musik und die Körperschwingung gesprochen… keine Erklärungen, keine Philosophie, keine gewöhnliche ‚Performance’: die Künstler haben sich (endlich!) zurückgezogen, ein Fenster geöffnet, einen Raum für eine andere Wahrnehmungsebene erschafften. Ich hatte das Gefühl, dass die Performer sehr gut die Leute von Macondo kennen, dass sie bestimmt etwas wichtiges und schönes gemeinsam erlebt hatten!

Ich habe auch die Photos von Laurent vermisst, mir hat auch die Zeit gefehlt um alles tiefer zu erfahren (am liebsten, wäre ich 4 Stunden länger geblieben und zu Fuß nach Hause gegangen!). Man hätte vielleicht mehr Ordnung und Struktur gebraucht (das Publikum hat ein bisschen verwirrt gewirkt, warum? was hat gefehlt?). Oft konnte ich nicht erkennen, welche Rolle die Performer übernehmen wollten und in welcher Form sie zueinander gehörten.

Aber… aber… aber…ich bin überzeugt, es war ein guter Anfang und ich werde sicherlich wieder nach Macondo fahren! Ich freue mich, dass Helmut und Julia ihre Meinung gesagt haben: Ich hätte sonst nie den Mut bekommen meine Gedanken (auf Deutsch!) niederzuschreiben!"

Nicoletta

1:01 AM  

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